Über mich

26. August 2015, mit Melanie Burrier
26. August 2015, mit Melanie Burrier

Mein Name ist Annette Dietzler. Ich hatte vor einigen Jahren eine heftige gesundheitliche Herausforderung zu bewältigen. Über eine Freundin hatte ich zuvor ein Konzept kennengelernt, das mir in der Zeit meines Heilwerdens gesundheitlich und finanziell eine Perspektive gegeben hat.
Auch dank dieses Konzeptes geht es mir heute wieder gut und kann meine neu gewonnene Lebenszeit für Sinnvolles einsetzen:
In zwei Jahren will ich den Bau eines Dorfbrunnens in Südkenia finanziert haben, damit die Dorfbewohner jederzeit Zugang zu frischem, sauberen Wasser haben.

Das ist die Kurzform meiner Geschichte. Länger geht auch:

Ursprünglich komme ich aus dem journalistischen Bereich. Ich hab meinen Job als CvD eines Handelsmagazins geliebt, bin damit um die Welt gekommen und war jeden Tag dankbar für ein so tolles Team, mit dem so viel möglich war.

Dann kam die Wirtschaftskrise 2008/2009, mein Verlag wurde verkauft, die Zeitungsbranche brach ein, Redaktionen wurden geschrumpft.

Ich hab mich als freie Redakteurin selbstständig gemacht, Artikel für Fotozeitschriften und für ein Online-Portal für Hausgeräte geschrieben und gleichzeitig ein eigenes Unternehmen im Wellnessbereich gegründet. Dafür habe ich mich zur Gesundheitsberaterin weitergebildet.

In dieser intensiven Zeit machte eine Freundin mich auf ein Unternehmen aufmerksam, das für sein besonderes Marketingkonzept einen Ethikpreis bekommen hat: Damit ist es für jeden Menschen möglich, gesund zu leben, sich seine Gesundheit selbst zu finanzieren und das auch anderen möglich zu machen.


Einige Zeit später, am 4. 3. 2015, erhielt ich die Diagnose Brustkrebs.

In den darauffolgenden Monaten wurde mir der Wert meiner Lebenszeit zunehmend bewusst und ich dachte, wenn ich hier heil rauskomme, will ich etwas zurückgeben - wohin auch immer.

Mir wurde der Wert dessen bewusst, was ich gefunden hatte; die von den Ärzten befürchteten Nebenwirkungen traten bis auf den Haarausfall nicht ein. Meinen Mitpatientinnen ging es bedeutend schlechter. Während sie an chronischer Erschöpfung, Ängsten, Depressionen, Übelkeit, Schleimhautentzündungen, Haarausfall und Hautproblemen litten, schrieb ich meine Abschlussarbeit für meinen Lehrgang zur Gesundheitsberaterin, spielte Tischtennis und ließ alles los, was nicht mehr zu meinen Werten passte.

Ich hatte so viel Lebensqualität, dass ich im August am Ende meiner sechsmonatigen Chemotherapie sogar einen Charity-Marathon-Walk mitlaufen konnte, den der Veranstalter für eine Jahres-Schulspeisung in Mosambique ausgerichtet hatte. An diesem Tag habe ich auch Melanie Burrier, die Direktorin der Stiftung, kennengelernt.

2018 stieß ich schließlich in der Kundenzeitschrift auf einen Artikel, in dem angekündigt wurde, dass man nun auch als Einzelperson und in kleinen Teams Patenschaften für Dorfbrunnen, Zisternen und Sanddämme in Afrika übernehmen konnte. Ich wusste sofort, DAS ist es, das will ich machen. Spenden, "den Zehntel geben" ist gelebte Dankbarkeit.

Es gibt viele Organisationen, die Brunnen bauen, doch dort weiß ich nicht, wohin das Geld geht und meine paar Euro wirken wie Tropfen auf einem heißen Stein.

Hier fasziniert mich zu sehen, wie der Moneypot über die Zeit, die er braucht, wächst, dass er meinem Namen zugeordnet ist genauso wie der Brunnen, der mit diesem Geld entstehen wird. Der Moneypot und schließlich auch der Brunnen stehen nicht nur für neue Lebensquaität vieler Menschen unterhalb des Äquators, sondern auch für neue Freundschaften und neue Erfahrungen, die in der Zeit entstehen und die uns verbinden.

Danke, dass Du den Menschen Wasser bringst!